Das eine Gläschen Wein:

Viele Frauen und auch noch einige Gynäkologen unterschätzen die Gefahr, die von Alkohol- und Zigarettenkonsum in der Schwangerschaft ausgeht.

Aber hier macht ganz und gar nicht die "Dosis das Gift".

Alkohol ist ein Zellgift mit hoher Toxizität. Jeder Schluck davon schädigt die Entwicklung des Ungeborenen und zieht neurotoxisch-enzephalopathische Veränderungen beim Kind nach sich.

FAS ist die Spitze des Eisberges. Darunter gibt es noch viele andere Auffälligkeiten (Bedingt durch die Störung des Neurotransmitter Haushaltes im Gehirn)

FAS - Fetale Alkoholsyndrom/Fetale Alkoholspektrumstörung

Durch den Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft, kann das FAS beim Kind ausgelöst werden. Das bedeutet, dass das Kind lebenslang unter motorischen und mentalen Beeinträchtigungen leidet.

Während der Schwangerschaft kommt es zu körperlichen Fehlbildungen, geistigen sowie Verhaltens bezogenen Veränderungen.

Der Alkohol gelangt ungehindert über die Plazenta zum Baby und zwar in der gleichen Konzentration wie die im Blut der Mutter. Dort wirkt der Alkohol als Zellgift, als Risikofaktor bei der Organbildung, Nerventoxisch und auch als Suchtmittel.

Nach neuesten Erkenntnissen entwickeln 20% - 40% der FAS-Babys im Laufe ihres Lebens eine Alkoholabhängigkeit.

Der Abbau von Alkohol ist bei Ungeborenen nur sehr gering, da die Notwendigen "Werkzeuge" (Aldehyddehydrogenase (ALDH) und Alkoholdehydrogenase (ADH) ) dafür noch nicht ausreichend entwickelt sind. Dadurch ist auch die Einwirkzeit länger, da der Alkoholabbau verzögert ist. "Das Ungeborene hat also länger was davon"

Übersichtsstudie zeigt erschreckende Ergebnisse.

Nämlich, dass FAS eine der häufigsten angeborenen Erkrankungen bei Neugeborenen darstellt, ohne, dass dies bis jetzt bekannt war.

Mit einer Prävalenz von 1,5 % liegt das FAS weit vor dem Down-Syndrom mit 0,1 -0,2%.

In einer Münchner Studie (Münchner Instituts für Therapieforschung ) wurde ermittelt, dass 2014 in Deutschland 12.650 Babys mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung geboren wurden. Pro Jahr kommen rund 10.000 Babys mit dieser Erkrankung auf die Welt. Und das wäre zu 100% vermeidbar, wenn Schwangere keinen Alkohol trinken würden.

Auch das Robert Koch Institut ermittelte unabhängig und kam zu dem selben Ergebnis. Zudem sei die Dunkelziffer extrem hoch, da es nicht nur die voll ausgeprägten FAS gebe, sondern zig "Unterstufen".

  • Minderwuchs, Kleinköpfigkeit, Sprach- und Hörstörungen, Ess- und Schluckstörungen bei Säuglingen
  • Hyperaktivität, Verhaltensstörungen, Koordinationsstörungen, Störungen in der Feinmotorik
  • Fehlbildungen an Ohren, Augen, Nasen, Mund
  • Herzfehler, Nierenfehlbildungen, Klitorishypertrophie, Leistenbruch, Extremitäten- und Skelettfehlbildungen

Zigarettenkonsum in der Schwangerschaft:

Die meisten Frauen wissen, dass Zigarettenkonsum in der Schwangerschaft das Ungeborene stark belastet. Trotzdem raucht nach einer Studienauswertung jede 8.-10. Frau in der Schwangerschaft.

Je höher der Bildungsstand der Frau ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Schwangerschaft raucht, laut einer statistischen Auswertung.

Kohlenmonoxyd aus der Zigarette verdrängt Sauerstoff aus den roten Blutkörperchen im Blut und erzeugt einen chronischen Sauerstoffmangel beim Kind. Als würde man einem Taucher die Sauerstoffflasche abdrehen.

Nikotin verengt die Gefäße und vermindert die Durchblutung der Plazenta.

Durch die Minderversorgung der Plazenta kommt es zu einer Nährstoffminderversorgung. Babys entwickeln sich schlechter. Bleiben deswegen klein und leicht und haben häufig Startschwierigkeiten, ein lebenslanges schlechtes Immunsystem, müssen nach der Geburt in den Inkubator oder einen Entzug durchmachen.

Rauchende Mütter erleiden laut Statistik häufiger Früh- Fehl- oder Totgeburten.

Über die Plazenta gelangen hoch giftige, krebserregende Substanzen aus der Zigarette wie: Arsen, Benzol, Blausäure, Ammoniak, Blei, Teer, Nikotin, Stickoxyde und Kadmium (ein hoch giftiges Schwermetall) direkt zum Baby.

Eine Studie mit Ultraschallvideos zeigte, dass Ungeborene schon im Mutterleib eine Hyperaktivität zeigen, den Mund aufreissen (Schreien), ... Verhaltensweisen, welche sich dann auch nach der Geburt fortsetzen und häufig Schreibabys hervorbringt.

An sich werden die Bewegungen des Ungeborenen mit fortschreitender Schwangerschaft immer weniger. Nicht so bei Babys von rauchenden Müttern. Diese bleiben bis zum Schluss in ständiger Bewegung und Ruhelos.

Das Risiko eines Fehlers an einem lebenswichtigen Organ beim Ungeborenen ist bei einer rauchenden Mutter schon ab 1 Zigarette/Tag um 19% erhöht. (Amerikanische Studie)

Mögliche Folgen von Zigarettenkonsum in der Ss:

- Missbildungen an Händen und Füßen, Gaumen und Herzen

- Neurologische Schäden

- Früh- Fehl oder Totgeburten

- Adhs, soziale Störungen

- Schlechte Blutfettwerte, höherer Körperfettantei

- Asthmarisiko

- Babys kommen Nikotinsüchtig auf die Welt

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass ein sofortiger Zigarttenverzicht dem Ungeborenen schadet.

Hingegen gibt es zig Studien die belegen, dass jede gerauchte Zigarette dem Kind massiven Schaden zufügt.

Jede Mutter sollte sich daher eine Frage stellen!

Ist es für mein Baby gesünder, wenn ich rauche oder nicht rauche?

Und die Antwort wird überall die gleiche sein!


Leseschwäche bei Kindern von rauchenden Müttern

Studie: Fetale Tabak Syndrom

4D Utraschallstudie